Oft denkt man im Zusammenhang mit Stalking an Promis, die von ihren Fans aufgesucht und belagert werden. Doch heutzutage ist das Thema Stalking gegenwärtiger im Alltag, wie noch nie.
Stalking meint das willentliche Verfolgen oder Belästigen einer Person, die dadurch physische oder psychische Schäden erleiden kann.
Das Wort Stalking wird aus dem Englischen hergeleitet von to stalk, was ,,jagen, hetzen“ bedeutet.
Seit dem Jahr 2007 ist Stalking auch in Deutschland unter Strafe gestellt -§ 238 StGB- , welches die Präsens von Stalking auch hierzulande verdeutlicht.
Doch wann kann man wirklich von Stalking sprechen? Wie viele Anrufe oder Mails am Tag machen Stalking aus? Reicht es schon aus, wenn man häufig Blumen vom Ex geschickt bekommt?
Nicht immer verläuft eine Trennung einvernehmlich und häufig kann ein Partner nicht loslassen. Es folgen nächtliche Anrufe, zahlreiche SMS, Mails, Auflauern bei der Arbeit oder der neue Partner wird terrorisiert. Vor allem Frauen sind stark betroffen, knapp 80% der Opfer von Stalking sind Frauen, was sich in verschiedenen Szenarien zeigen kann. Zum einen bieten sich während einer laufenden Scheidung viele Möglichkeiten für ,,Stalkingattacken“ an, denn der Ex-Partner kann beispielsweise viele unterschiedliche Gründe im Zusammenhang mit der Scheidung nennen, um eine Kontaktaufnahme zu bezwecken. Noch problematischer wird es, wenn Kinder im Spiel sind. Hier kann es zusätzlich zur Scheidung um Sorge- und Umgangsrechte gehen. Den Besuch der Kinder kann der Stalker als Vorwand nehmen, um Kontakt zum Ex-Partner aufzunehmen.
Solche Situationen sollte man nie unterschätzen. Wenn Sie irgendwas Ähnliches bemerken, wenn Sie anfangen, sich nicht mehr sicher zu fühlen, sich beobachtet fühlen, oä , suchen Sie lieber den Kontakt zu einem Anwalt auf. Vermeiden Sie z.B. während einer Scheidung die persönliche Kontaktaufnahme und lassen alles über Ihren Anwalt regeln. Mit der anwaltlichen Hilfe kann dann gegen das Stalking vorgegangen werden.
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