Ein bei der Signal Iduna Krankenversicherter ärgert sich: Seit Januar hat sich sein Beitrag um rund 10 Prozent erhöht. Diese Beitragserhöhung wird unter anderem damit begründet, dass die Lebenserwartung in den letzten 40 Jahren gestiegen sei. Aber zahlen die Versicherten denn nicht auch zusätzliche Beiträge für die gewonnenen Jahre?
Ein weiteres Argument im Umgang mit den Versicherten ist folgender Kunstgriff: Auf die Beitragserhöhung wird für das Jahr 2009 dann verzichtet, wenn für 2008 keine ärztlichen Leistungen gemeldet wurden und der Versicherungsvertrag über den 1. Juli 2009 hinaus unverändert bestehen bleibt.
Ob man so die absehbare Abwanderung zu anderen Versicherungen vermeiden kann, ist fraglich.
Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden