Seit 1. Juli kann ein Mieter oder Käufer einer älteren Immobilie vom Eigentümer einen Energieausweis verlangen. So erkennt man, ob der Energiehunger des Hauses groß oder klein ausfällt. Jedoch muss man hier beachten, dass je einfacher und billiger der Energieausweis erstellt wurde, desto eher Zweifel an der Korrektheit und Aussagekraft angebracht sind. Dies zeigen erste Meldungen zum neuen Energieausweis. Deshalb soll jetzt ein neues Gütesiegel für hochwertigere Energieausweise sorgen, verspricht die Deutsche Energie-Agentur. Mit dem „qualitätsgesicherten“ Energieausweis sollen Gebäudeeigentümer besser informiert werden. Die Anforderungen an die Qualifikation der Aussteller und an das Vorgehen bei der Ausweiserstellung gehen über die gesetzlichen Mindestvorgaben hinaus. Das Siegel bekommen nur Energieausweise, die auf Grundlage einer technischen Analyse des Gebäudes (Bedarfsausweis) ausgestellt werden. Um die Genauigkeit und Modernisierungsempfehlungen zu verbessern, begutachtet der Aussteller den energetischen Zustand des Gebäudes vor Ort. Ist der Ausweis fertig, wird er dem Eigentümer vom Aussteller in einem persönlichen Gespräch erläutert. So dann der Eigentümer Fragen stellen und mögliche Modernisierungsmaßnahmen besprechen. Schließlich sollen Qualitätskontrollen die Richtigkeit der Energieausweise sicherstellen.
Ab Anfang September können Eigentümer einen Energieausweis mit Dena-Siegel ausstellen lassen. Qualifizierte Fachleute finden sich in der Aussteller-Datenbank unter www.dena-energieausweis.de/expertensuche>. Derzeit läuft die Zulassung von geeigneten Fachleuten.
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