Die Krise folgte im Jahr 2009, mittlerweile werden mit vielen Schiffen gerade so die Betriebskosten gedeckt, von Gewinnen ganz zu schweigen. Daraufhin konnten Kredite nicht mehr getilgt werden.
Die Folgen hatten auch die Anleger zu spüren, die in einst rentable Schiffsfonds Vermögenswerte angelegt hatten und nun nur Verluste erwirtschaften konnten.
Die Banken handeln jetzt, indem sie versuchen ihre Schiffsfonds loszuwerden. Die Investorensuche gestaltet sich jedoch als schwierig.
Neben der HSH Nordbank, als ehemals größte Schiffsflotteneignerin, dämmen weitere Banken, wie die Commerzbank, die Deutsche Bank, die Nord LB, die Bremer Landesbank, als auch die Royal Bank of Scotland das Geschäft in diesem Sektor ein. Eigenkapital musste als Sicherheit für diese Risikogeschäfte herhalten.
Um die HSH Nordbank verkaufsfähig zu machen übernahmen die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg Schiffskredite von bis zu 5 Milliarden Euro Nennwert. Als Sicherheiten dienen die vorhandenen Schiffe, insgesamt 256 Stück. Es wurde ein Abschlag von circa 50 % ausgehandelt, was vergleichsweise niedrig erscheint. Eine öffentlich-rechtliche Anstalt wurde zur Abwicklung eingesetzt, was wohl Jahre dauern wird.
Die Preise für gebrauchte Schiffe sind schon stark gesunken. Charterreedereien scheinen nicht mehr zukunftsfähig zu sein. Die große Pleitewelle blieb bislang glücklicherweise aus, doch neue Kredite werden nur zögerlich vergeben.
Doch es gibt auch Investoren, die gerade jetzt in das am Boden liegende Geschäft investieren, wie die Hamburger Berenberg Bank. Schiffsfonds sind sehr günstig zu erwerben, ob sich dies eines Tages auszahlt wird sich erst zeigen müssen.
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