Wiesbaden, am Freitag den 17.07.2015 hat die Villa Justitia in Zusammenarbeit mit der Rechtsanwaltskanzlei Cäsar-Preller wieder einen besonderen Themenabend gehabt. Die Wiesbadener Legende, Räuber Leichtweiß, wurde an diesem Abend von allen Seiten beleuchtet. Es ging um die spannende Frage, ob Räuber Leichtweiß wirklich ein Räuber war oder lediglich ein Justizopfer.

 

Herr Blaudow vom Dotzheimer Heimatverein hat den Abend eröffnet mit einer Darstellung des Lebens desHerrn Heinrich Anton Leichtweiß bis zur seiner Ergreifung als Räuber. Birgit Cäsar-Preller hat sich dem Zeitalter der Romantik ausführlich gewidmet. Und Räuber Leichtweiß in dieses Zeitalter eigeordnet. Wir müssen wissen, dass es um die wahre Geschichte des Räubers umfangreiche Ausschmückungen gegeben hat, die dann letztendlich romantisch angetan gewesen sind. Herr Hajü Habermann hat dann ein eigenkomponiertes Lied zum Räuber Leichtweiß zu Besten gegeben.

 

Zum Abschluss hat Herr Cäsar-Preller die Frage des Abends versucht aufzuklären, ob eben Herr Leichtweiß ein Straftäter gewesen ist oder doch nur ein Justizopfer. Also zusammenfassend kann man sagen, dass Herr Heinrich Anton Leichtweiß alles andere als ein Räuber gewesen ist. Vielmehr hatte der damalige Fürst Karl Wilhelm zu Nassau-Usingen und Saarbrücken eben aus völlig unbekannten Motiven heraus aus einem braven Bürger einen Schwerverbrecher gemacht. Weder hat Herr Leichtweiß des Landes Nassau, bis 30. April 1788 dem Datum seiner Ergreifung wild geschossen, noch hat er dies später im Bereich Nassau getan. Zuletzt wurde Herr Leichtweiß ohne Verfahren und ohne Urteil bis zu seinem Tode 1793 eingekerkert. Dies auch noch ohne, dass Herr Leichtweis dies gewusst hatte. Er glaubte immer noch, dass es eines Tages ein Verfahren geben würde und sich dabei seine Unschuld herausstellen würde.

 

Abgerundet wurde der Abend dann noch einmal mit dem Sänger Hajü Habermann und das Ganze hat dann einen fröhlichen Ausklang genommen.