Immer mehr Miethäuser werden in Deutschland momentan saniert. Alte Heizungen kommen raus und neue energieeffizientere Geräte werden eingebaut. Dies soll zwar dem Klimaschutz dienen, viele Mieter sehen das allerdings ganz anders. Nun werden auch vom Mieterbund Maßnahmen gefordert.
Oft benutzen Hauseigentümer die Erneuerung der Heizung oder die neue Abdämmung der Fenster nur, um anschließend eine Mieterhöhung zu fordern. Somit verdienen die Eigentümer mehr Geld und werden ein paar lästige Mieter los. Der Mieterbund fordert nun, dass die Mietpreise nur dann stark erhöht werden dürfen, wenn die Energiebilanz auch deutlich besser ist. Ist die Energiebilanz nach dem Rausschmiss der alten Heizung also nur geringfügig besser, dürfte die Miete auch nur ein bisschen erhöht werden
„Bei vielen meiner Mandanten stieg die Miete nach der Sanierung deutlich an. Sogar öfters um das zwei- oder dreifache. In diesen Fällen sollen die Mieter nur raus, damit der Eigentümer die Wohnungen verkaufen kann“, berichtet Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller. Vor allem in Universitätsstädten wie Köln, Frankfurt und Stuttgart kommt dies oft vor, da hier eine große Nachfrage herrscht.
Auf der anderen Seite gibt es Eigentümer, die wirklich die Energiebilanz verbessern wollen. Das ist meistens in kleineren Städten der Fall. Die Mietpreise steigen nach einer Sanierung dann trotzdem, allerdings rechnet sich das für die Mieter, denn die Heizkosten sinken deutlich.
Jährlich dürfen Vermietet 11 Prozent der Sanierungskosten von den Mietern tragen lassen. Daher arbeitet die Regierung momentan an der „Mietpreisbremse“, die verhindern soll, dass es bei einer Neuvermietung hohe Mietaufschläge gibt. Außerdem sollen Vermieter nur noch 10 Prozent statt 11 Prozent auf den Mieter umlegen können.
„Eine zeitliche Begrenzung ist meiner Meinung nach sinnvoll. Jedoch ist es für den Mieter nicht relevant, ob er nun 10 oder 11 Prozent der Kosten tragen muss.“, so Rechtsanwalt Cäsar-Preller. Der Mieterbund findet, dass derjenige, der möglichst wenig Energie einsetzt, auch wenig Geld mitbezahlen muss. So wird der Mieter belohnt, wenn er eine Effizienzsteigerung erreicht.
Die Rechtsanwaltskanzlei Cäsar-Preller berät Sie gerne, nicht nur in Wiesbaden, sondern auch in unseren Sprechstundenorten Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, Bad Harzburg, München. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
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