Zum 1. Mai 2014 wurde das Punktesystem für Verkehrssünder auf ein neues 3-Punkte-System umgestellt, bei welchem die alte Skala von 1 bis 7 Punkten auf eine neue mit 1, 2 oder 3 Punkten umgestellt wurde, wobei ein Führerscheinentzug nun nach 8 anstelle von bislang 18 Punkten erfolgt. Die jeweiligen Punkte verjähren nach der jeweiligen Schwere des begangenen Verstoßes nach 2 ½, 5 oder 10 Jahren, erklärt Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller aus Wiesbaden.
Cäsar-Preller sagt, dass sich jene Umstellung für viele Verkehrssünder gelohnt habe, weil seit der Umstellung etwa 148.000 Autofahrer aus der Verkehrssünderdatei in Flensburg gelöscht wurden. Mittlerweile werden seit der Punktereform quasi nur noch sicherheitsgefährdende Verkehrsverstöße in Flensburg gespeichert. Für weniger schwerwiegende Ordnungswidrigkeiten, wie beispielsweise das Befahren einer Umweltzone ohne entsprechende Feinstaubplakette – was zwischenzeitlich sowieso nicht mehr mit Punkten bestraft wird -, werden die vergebenen Punkte gelöscht. Bisweilen wurden seit Reformierung des Punktesystems so etwa 200.000 Einzeleinträge aus dem Flensburger Datenbestand entfernt, resümiert Cäsar-Preller.
Das neue System soll aufgrund der neuen Punkteverteilung und der verstärkten Ahndung von schweren Verstößen die Verkehrssicherheit verbessern.
Die Umstellung auf das neue Punktesystem zum 1. Mai 2014 betraf etwa 6,1 Millionen Autofahrer im digitalen Bestand sowie weitere 2,5 Millionen Autofahrer in älteren Papierakten, berichtet Cäsar-Preller.
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