Kunden sollten bei Geldgeschäften grundsätzlich kritisch sein, dies verlangt jedoch vor einem Beratungsgespräch eine gewisse Vorbereitung und die macht Arbeit, sagt der Wiesbadener Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Joachim Cäsar-Preller.
In Gelddingen vertrauen die Deutschen zu sehr auf Finanzberater. Da sie meist jedoch völlig unvorbereitet in die Beratungsgespräche gehen, sind sie kaum in der Lage zu erkennen welche Ziele der Berater verfolgt, erläutert der Experte Cäsar-Preller.
So ist es nicht ungewöhnlich, dass dem Kunden nicht der billigere Ratenkredit angeboten wird, wenn er seinen Dispo voll ausgeschöpft hat. Schließlich verdient die Bank mit dem teuren Dispo deutlich mehr.
Aber auch der einzelne Berater steht gehörig unter Druck. Insbesondere aufgrund von Provisionen und hochgesteckten Absatzzahlen, verfolgen manche Berater eben nicht unbedingt die Ziele ihrer Kunden.
So wurde einer älteren Kundin, welche mit Ihrem Kapital die Miete zahlen muss, auch mal hochriskante Fonds verkauft. Dies ist dann ein klarer Fall von Falschberatung, erklärt der Verbraucheranwalt Cäsar-Preller.
Doch auch wenn in solchen Fällen Schadensersatzansprüche zugunsten des Kunden entstehen, ist es doch besser, dass solche grob falsche Beratungen erst gar nicht geführt werden.
Hier kann aber auch der Kunde tätig werden, meint Cäsar-Preller.
Man muss sich mit seiner Geldanlage auseinandersetzen und für selbst die wichtigsten Fragen vorneweg klären. Was will man in welcher Zeit erreichen und welches Risiko ist man hierfür bereit einzugehen. Hierbei ist aber auch stets zu beachten, je höher die gewünschte Rendite, desto höher wird das Risiko sein, warnt der Wiesbadener Bank- und Kapitalmarktsanwalt Cäsar-Preller.
Eine Sache muss man sich stets vor Augen halten, empfiehlt Cäsar-Preller. Finanzberater sind auch nur Verkäufer. Die Kunden müssen die Antworten und Werbebroschüren hinterfragen und sehr vorsichtig sein, wenn sie etwas unterschreiben sollen, empfiehlt Cäsar-Preller abschließend.
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