Washington. – Am Ausbruch der Finanzkrise sehen sich die führenden US-Großbanken nicht als Alleinschuldige. Einige Fehler wurden zwar eingeräumt, jedoch die Verantwortung für das ganze Desaster wiesen sie von sich. Vor dem Finanzkrisen-Ausschuss bezeichnete der Chef der Bank of America, Brian Moynihan, den Abschwung als eine „sich selbst erfüllende Prophezeiung“. Auch die Lenker von JP Morgan, Goldman Sachs und Morgan Stanley mussten sich vor diesem Ausschuss äußern.
Als Höhepunkt der Krise gilt die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008. Nun soll ein beschleunigtes Verfahren dafür sorgen, dass die Gläubiger von Lehman Brothers ihr Geld schneller bekommen. Insgesamt fordern 65.000 Geschädigte 830 Milliarden Dollar. Ein New Yorker Konkursrichter stimmte dem Plan zu, unberechtigte Forderungen leichter zurückzuweisen und dadurch den Forderungskatalog schneller abarbeiten zu können. Inzwischen hat ein Heidelberger Gericht einem Lehman-Kunden Schadensersatz in Höhe von 10.000 Euro zugesprochen. Es handelte sich hierbei um einen Fall der Falschberatung durch die Citibank.
Mitgeteilt von Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden