Die Pleite des Bankhauses Lehman Brothers hat offenbar keine Folgen für Wiesbadens Stadtkasse. Der Sicherungsfonds zahlt 22 Millionen Euro an die Stadt.
Oberbürgermeister Müller (CDU) teilte mit, dass die Stadt vergangenes Jahr Termingelder in Höhe von rund 22 Millionen Euro bei Lehman Brothers angelegt hatte. Jetzt habe die Stadt die volle Summe einschließlich Zinsen vom Einlagensicherungsfonds zurückerhalten.
Der Oberbürgermeister: „Es hat sich gezeigt, dass die Anlagestrategie vernünftig war, weil wir generell nur dort Geld anlegen, wo im Fall de Falles die Einlagensicherung greift.“ Lediglich der Zeitpunkt der Rückzahlung sei bislang offen gewesen, weil einer Insolvenz normalerweise ein langwieriges Abwicklungsverfahren folge. „Die Stadt hat nicht gezockt und kein Geld in riskante Anlagen gesteckt“, betont Müller.
Laut Müller wäre die „sicherere Anlage“ nur gewesen, das Geld in der Stadtkasse zu belassen. „Der Stadt und dem Steuerzahler wären dann allerdings täglich rund 3.000 Euro Zinsen verloren gegangen“, sagt der Oberbürgermeister und verspricht: „In der Kämmerei wird auch weiterhin das Geldportfolio täglich nach klaren Richtlinien kontrolliert und bei Bedarf optimiert. Darauf können die Wiesbadener Bürger sich verlassen.“
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