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Wenn man viele Punkte in Flensburg sammelt, droht der Verlust des Führerscheins. Es gibt jedoch Möglichkeiten, Punkte abzubauen. Rechtsanwalt Christof Bernhardt von der Wiesbadener Kanzlei Cäsar-Preller fasst zusammen, was Autofahrer wissen müssen.
Wofür gibt es einen Punkt?
Rechtsanwalt Christof Bernhardt: „Einen Punkt gibt es für alle Ordnungswidrigkeiten, die mit einem Bußgeld ab 60 Euro geahndet werden. Das sind Rotlichtverstöße, zu geringer Abstand und Tempoüberschreitungen.“
Wann kommen mehr Punkte zusammen?
Rechtsanwalt Bernhardt führt aus: „Mehrere Punkte gibt es im Falle von Ordnungswidrigkeiten, welche ein Fahrverbot nach sich ziehen. Bei Geschwindigkeitsübertretungen ab 31 km/h innerhalb oder 41 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften muss der Fahrer seinen Führerschein abgeben. Bei Verkehrsstraftaten wie Unfallflucht, Trunkenheitsfahrten und verkehrsgefährdendem Verhalten gibt es zwei bis drei Punkte. Auch fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr fällt in diese Kategorie, sofern sie ein Fahrverbot nach sich zieht.“
Wie viele Punkte führen zu einem Fahrverbot?
Rechtsanwalt Christof Bernhardt: „Zu einem Fahrverbot von einem Monat führen Verstöße, für die zwei oder mehr Punkte vorgesehen sind, also etwa Tempoüberschreitungen. Bei Ordnungswidrigkeiten gibt es Fahrverbote zwischen einem und drei Monaten. Verkehrsstraftaten können zu einem sechsmonatigen Entzug der Fahrerlaubnis führen.“
Wann wird der Führerschein entzogen?
Rechtsanwalt Bernhardt: „Wenn 8 Punkte zusammenkommen, erfolgt der Entzug des Führerscheins mit Sperrfrist zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis.“
Verjähren Punkte?

Rechtsanwalt Bernhardt: „Bei Ordnungswidrigkeiten gilt die sogenannte Verfolgungsverjährung. Ein Punkt hat eine Tilgungsfrist von zweieinhalb Jahren. Vergehen, die mit zwei Punkten geahndet werden, werden nach fünf Jahren getilgt. Die endgültige Löschung erfolgt ein Jahr nach der Tilgung.“
Kann man Punkte abbauen?
Rechtsanwalt Bernhardt: „Wer nicht mehr als fünf Punkte hat, kann ein Fahreignungsseminar besuchen und so einen Punkt abbauen. Früher gab es sogenannte Punktabbau-Seminare. Das Aufbauseminar war verpflichtend ab 14 Punkten. Da wurde aber noch anders gezählt. Es bestand zudem die Möglichkeit des Besuchs einer verkehrspsychologischen Beratung, durch die zwei Punkte abgebaut werden konnten. Das heutige Verfahren bringt beide Ansätze zusammen, weil es sowohl eine Schulung in der Fahrschule als auch einen Besuch beim Verkehrspsychologen beinhaltet.“
Was kostet ein solches Fahreignungsseminar?
Rechtsanwalt Bernhardt: „Ein Fahreignungsseminar kostet etwa 500 Euro.“
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