Mediatoren sind zuständig für eine neue Art der Verhandlung. Immer mehr Streitfälle werden durch Mediation betreut und gelöst. Auch größere Firmen, wie Versicherungen, beginnen seit einigen Jahren die Methode der Mediation zu unterstützen, darüber informiert der Wiesbadener Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, dessen Anwaltskanzlei Mediatoren ausbildet und eng zusammenarbeitet.
Mediation versucht grundsätzlich Streitigkeiten, durch gemeinsame Gespräche der Konfliktparteien, zu lösen. Das ist zwar nicht immer möglich, aber in ausgewählten Fällen, eine Alternative zur gerichtlichen Auseinandersetzung. Vor allem bei Streitigkeiten, in denen es um keinen oder einen geringen Geldwert geht und bei denen man durch Verhandlungen eine Einigung erreichen kann, die für beide Parteien vertretbar ist, ist Mediation eine sinnvolle Alternative, erläutert Cäsar-Preller.
Allerdings ist es wichtig, dass der Mediator unparteiisch ist. Daher müssen Konzerne eine Auswahl an Mediatoren stellen. Dabei darf nicht der Konzern entscheiden welcher Mediator welchem Kunden zugeordnet wird, sondern der Kunde muss diese Entscheidung selbst treffen dürfen. Ansonsten liegt die Vermutung nahe, dass der Mediator parteiisch sein könnte.
In einem solchen Fall wollte die Deurag Rechtsversicherung ihren Kunden die Wahl des Mediators nicht überlassen. Das Landesgericht Frankfurt entschied jedoch, dass dieses Verfahren nicht rechtmäßig sei. Man könne nicht davon ausgehen, dass der gewählte Mediator vollkommen unparteiisch sei.
Daher sollten Menschen, die sich für die Mediation entscheiden, auf jeden Fall auf dieses Recht bestehen, betont Cäsar-Preller.