Anleger investieren wieder vermehrt in risikoreiche Anlagen, obwohl viele Zertifikate in puncto Service und Transparenz weiterhin lückenhaft sind. Laut Experten lagen bereits im September vergangenen Jahres wieder Papiere im Wert von mehr als 100 Milliarden Euro in den Depots deutscher Investoren. Für das laufende Jahr erwarteten knapp neun von zehn Anbietern steigende Absatzzahlen.
Obwohl viele Anleger infolge der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers schmerzlich erfahren mussten, dass selbst vermeintlich sichere Papiere zum Totalverlust führen können, scheinen die Kunden unbeeindruckt. Man geht davon aus, dass derzeit 390.000 Zertifikate auf dem deutschen Markt erhältlich sind, fast genauso viele wie vor der Finanzkrise. Zwar hätten die Anbieter an Transparenz und Sercive gearbeitet, jedoch bei einer Untersuchung von 32 Anbietern, die rund 95 Prozent des Marktes abdeckten, wurden weiter große Defizite festgestellt. Die Tester wurden kurz und knapp auf die Internetseiten verwiesen, ein Anbieter verweigerte sogar Informationen per E-Mail. Hier besteht enormer Verbesserungsbedarf bei den Anbietern, so meinen Experten. Denn es geht schließlich um beträchtliche Investments und die Anleger werden hier teilweise geradezu abserviert.
Mitgeteilt von Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden
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