Eine umfangreiche Untersuchung des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung zeigt, dass Eigentumswohnungen sich nur bedingt als Kapitalanlage eignen. Danach können private Vermieter nur mit ca. 40 Prozent der von ihnen angebotenen Wohnungen Gewinne erzielen. Bei ebenfalls 40 Prozent hielten sich Mieterträge und Unterhaltungskosten die Waage und 20 Prozent der bewirtschafteten Wohnungen bescherten ihren Eigentümern Verluste. Besonders dramatisch sei dabei die Situation in Ostdeutschland. br/> Die Untersuchung zeigt unter anderem, dass die staatlichen Förderungsprogramme zur Sanierung von Bestandsobjekten bislang größtenteils nur von Wohnungsunternehmen genutzt werden, nicht jedoch von privaten Eigentümern. Dabei befinden sich in deren Besitz 63 Prozent oder 8,4 Mio. der insgesamt 15,9 Mio. Mietwohnungen in Deutschland. Der Eigentümerverband Haus & Grund sieht sich durch die Studie in seiner Forderung bestätigt, die Bundesregierung müsse private Besitzer von Mietwohnungen von Pflichtinvestitionen zu Energieeinsparsanierungen verschonen, da vielen privaten Vermietern angesichts ihrer verheerenden Ertragssituation der finanzielle Spielraum für energetische Sanierungsmaßnahmen fehle. Mit den Energiesparvorhaben will die Bundesregierung den Kohlendioxidausstoß insgesamt reduzieren und damit ihre Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll erfüllen. Darüber hinaus reicht der bereits betriebene Aufwand vieler Privateigentümer nicht aus, um die Vorgaben des neuen Klima- und Energiepaktes der Bundesregierung zu erfüllen. So sollen mit der voraussichtlich am 1. Januar nächsten Jahres in Kraft tretenden Neufassung der Energiesparverordnung (EnEV) die Auflagen sowohl für Neubauten als auch Bestandsobjekte um 30 Prozent verschärft werden. Angesichts der vielerorts hohen Leerstände können die zusätzlichen Kosten auch nicht auf die Miete aufgeschlagen werden. Dabei schneiden Private Eigentümer mit ihrer Sanierungsbilanz besser ab als viele Profi-Unternehmen. Das zeigt die jüngste Statistik des Bundesverbands Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW). Danach waren Ende 2005 von den 5,2 Mio. Wohnungen der Mitgliedsunternehmen nur 27 Prozent umfassend energetisch saniert und weitere 24 Prozent lediglich teilweise modernisiert. Das Ergebnis ist umso erstaunlicher, da private Vermieter kaum öffentliche Fördermittel beantragen. Nach einer Studie des Bundesamtes für Bauwesen nutzten lediglich zehn Prozent der privaten Eigentümer zinsgünstige Darlehen der staatlichen KfW-Bank oder von Landesf&oumL;rderbanken für ihre Sanierungsmaßnahmen. Verbraucherschützer kritisieren seit langem, die öffentlichen Förderprogramme seien zu kompliziert.