Laut einer Studie leiden deutsche Unternehmen unter einer deutlichen Zunahme von Wirtschaftskriminalität wie Betrug, Korruption und Datendiebstahl. In den vergangenen drei Jahren wurde mehr als jedesdritte Unternehmen (37 Prozent) Opfer von Wirtschaftskriminellen. Vor drei Jahren war es nur jede vierte Firma (26 Prozent). Das hat eine repräsentative Befragung von 300 Unternehmen durch Emnid im Auftrag der Wirtschaftsberatung KPMG ergeben. Das Internet wird dabei immer öfter zum Tatwerkzeug. In den meisten Fällen (53 Prozent) machten sich die Täter das Netz zunutze. So wurden über das Internet in Namen von Unternehmen Konten angelegt, Bankdaten abgefischt und Kredite erschlichen. Als groß angelegter Betrug wurden auch nicht existierende Waren verkauft.
Laut KPMG setze besonders der Mittelstand noch immer auf blindes Vertrauen. In der Krise sei zudem die Tendenz zu beobachten, auch an der Sicherheit zu sparen.
Experten beziffern den jährlichen Schaden durch Wirtschaftskriminalität einschließlich Dunkelziffer auf 15 bis 20 Milliarden Euro. Der aufgedeckte Schaden lag gemäß Bundeskriminalamt 2008 bei 3,4 Milliarden Euro.
Mitgeteilt von Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden
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