Länger als fünf Stunden unbeweglich in engen Sitzreihen eines Flugzeugs, Zugs oder Busses zu verbringen, kann unter Umständen lebensgefährlich sein. Da der Blutfluss ins Stocken geraten kann, können sich Blutgerinnsel (Thrombosen) bilden. Erste Anzeichen für eine Thrombose können Spannungsgefühle oder Schmerzen in Fuß, Wade und Kniekehle sein. Meist verlaufen Thrombosen still und werden von den Betroffenen nicht gemerkt. Durch plötzliche Bewegung nach dem Stillsitzen können sie Gerinnsel von der Venenwand lösen und über die Herzkammer in die Arterien der Lunge gelangen. Dort stecken geblieben, kann es dort zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie kommen.
Doch es gibt einige Schutzmaßnahmen. Man sollte z. B. auf Langstreckenflügen nichts tragen, was die Taille einschnürt. Außerdem sollte man möglichst einen Sitzplatz am Gang wählen, da das Beinfreiheit verschafft. Man kann auch Kompressionsstrümpfe anziehen, die durch ihren Druck dafür sorgen, dass das Blut aus den Beinen besser zurück zum Herz fließen kann. Dies gilt für diejenigen, die zu einer Risikogruppe gehören: Ältere und übergewichtige Menschen, Diabetiker, Asthmatiker, Raucher, Schwangere und Menschen mit Blutgerinnungsstörungen, Venenleiden, Herzschwäche, Blutarmut oder Epilepsie, frisch Operierte sowie Frauen, die die Anti-Baby-Pille nehmen.
Es gibt die Möglichkeit, sich vor einer langen Reise von einem Arzt beraten zu lassen und gegebenenfalls medikamentös vorzubeugen. Um das Blut in den Gefäßen flüssig zu halten, kann man als Reisender aber auch viel und häufig trinken, idealerweise Mineralwasser, Früchtetees und Fruchtsäfte. Darüber hinaus ist Bewegung das beste Mittel gegen den Blutstau in den Beinen. Diese kann man sich auch schon durch kleine Übungen, z. B. im Flugzeug- oder Busmittelgang aufstehen und sich abwechselnd auf die Versen und Zehen stellen oder die Füße kreisend bewegen, verschaffen.