Erneuerbare Energien haben wegen ihrer Umweltverträglichkeit viele Anhänger. Auch die Firma Taunuswind, eine Tochter von ESWE, plant ihren Windpark „Hohe Wurzel“ auf dem Taunuskamm. „Es ist ein sehr ambitioniertes Projekt, welches aber auch schon viele Proteste von Gegnern auslöste.“, sagt Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller aus Wiesbaden.

Geplant hat man einen Bau von 10 Windrädern vom Typ Enercon E 115 mit einer Leistung von 3 Megawatt mit einer jeweiligen Gesamthöhe von knapp 207 Metern.

„Nach Einholung beziehungsweise Aktualisierung zahlreicher Gutachten, beispielsweise Umweltverträglichkeitsgutachten, reichten Verantwortliche nun ihren Genehmigungsantrag beim RP Darmstadt ein.“, berichtet Cäsar-Preller weiter.

Laut Verantwortlichen habe man beim Bau einen großen Vorteil, weil man ein gut ausgebautes Wegenetz habe. So könne man Eingriffe in Waldgebiete möglichst gering halten. Von 8,23 Hektar beim Bau beeinträchtigter Waldfläche könne man angeblich später 70 % erneut aufforsten. „Auch wenn man hier eine akribische Bauplanung hat, haben wir es hier mit einem Mammut-Projekt zu tun. Die riesigen Rotorblätter haben zu große Abmessungen für schmale Waldwege, man muss sie aufrecht transportieren.“, meint Rechtsanwalt Cäsar-Preller.

Trotz einer breiten Öffentlichkeitsbeteiligung sowie vieler erwarteter weiterer Proteste rechnen Verantwortliche mit einer Genehmigungserteilung bis Weihnachten 2015. Bereits 2016 könnte man eine erste Inbetriebnahme erwarten.